Neubau Analytikgebäude Mülheim

Max-Planck-Institut für Kohlenforschung

Neubau eines Analytikgebäudes

Bauherr Stiftung Max-Planck-Institut für Kohlenforschung
Ort Mülheim an der Ruhr
Baujahr 2024 – 2027
Architekt habermann.decker.architekten PartGmbB Lemgo
Details Leistungsphasen 1 – 9
Sanitär- und Heizungstechnik
Lüftungs- und Klimatechnik
Starkstromanlagen
Fernmelde- und informationstechnische Anlagen
Förderanlange
Nutzungsspezifische Anlagen                                      Gebäudeautomation

PROJEKTBESCHREIBUNG

Das Max-Planck-Institut für Kohlenforschung widmet sich der Erforschung energie- und ressourcenschonender Umwandlungsprozesse. Rund 370 Wissenschaftler nutzen modernste Methoden, wobei der Fokus auf chemischer Grundlagenforschung, insbesondere im Bereich der Katalyse, liegt.

Um sicherzustellen, dass das renommierte Institut auch in Zukunft optimale Arbeitsbedingungen vorfindet, realisieren wir derzeit in Zusammenarbeit mit den habermann.decker.architekten PartGmbB den Neubau des Analytikgebäudes. Mit einer Fläche von 3.600 m² und einem Investitionsvolumen von 60 Millionen Euro handelt es sich um ein technisch anspruchsvolles Projekt, das uns vor spannende Herausforderung stellt. Der viergeschossige Neubau mit Mitarbeiter-, Analytik- und Laborbereichen wird einen Lebens- und Aufenthaltsraum für Studierende, Lehrkräfte und Mitarbeiterinnen schaffen.  

Die geplante Bauweise basiert auf einem konventionellen Betonsystem mit einer Anbindung an die bestehenden Gebäude. Auf der Hofseite wird ein innovatives vertikales Begrünungssystem in die Fassade integriert, das nicht nur ästhetische Akzente setzt, sondern auch zur Verbesserung des Mikroklimas beiträgt. Die hohen Anforderungen an konstante Temperatur-, Reinheits- und Klimabedingungen werden von unserem ELPLAN-Team im Planungskonzept optimal umgesetzt. Und verschiedene Simulationen werden eine hohe Energieeffizienz des Gebäudes gewährleisten.

Es werden zwei Wärmequellen zur Verfügung stehen: Das Nahwärmenetz des Max-Planck-Instituts zur Beheizung des Gebäudes und die Wärmerückgewinnung der Kältemaschine. Als Kühlflächen werden Wand-, Boden- und Brüstungskonvektoren eingesetzt. Die Lüftungstechnik wird im Gebäude installiert. Ein weiteres Highlight des ganzheitlichen Energiekonzepts der Immobilie wird die maßgeschneiderte Photovoltaik-Anlage sein, die optimal auf die Bedürfnisse des Nutzers abgestimmt werden wird. Die Steuerung des Lichts wird überwiegend über Präsenzmelder mit tageslichtabhängiger-Steuerung erfolgen. Für die Beleuchtung werden ausschließlich LED- Leuchten zum Einsatz kommen. Die besondere Anordnung der Technikräume u. a. auch durch die Verortung der Technik-Steigepunkte wird für die Einhaltung der empfindlichen EMV-Anforderungen sorgen. Das Institutsgebäude wird aufgrund der hohen Wertkonzentration und zur Vorbeugung von unwiederbringlichen Datenverlusten mit einer Blitzschutzanlage vor Blitz- und Überspannungen geschützt. Zusätzlich gehören eine vollflächige Brandmeldeanlage, eine Sicherheitsbeleuchtungsanlage und eine Sprach-Alarmierungs-Anlage (SAA) zum Planungsumfang.

Alle technischen Anlagen werden durch moderne IoT-Systeme in einer zentralen Management-Bedienebene gesteuert und überwacht werden. Die Zählerdaten zur Erfassung und Aufzeichnung des Energieverbrauchs werden in der Gebäudeleittechnik gesammelt. Die moderne Darstellung und Bedienung von DDC-Controllern (Direct Digital Controllers) wird auf maximale Benutzerfreundlichkeit und Effizienz optimiert sein. Diese Controller werden in der Regel über ein integriertes Display verfügen, das in Echtzeit wichtige Systeminformationen wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Energieverbrauch anzeigen wird.

Das geplante Modell wird eine grafische Benutzeroberfläche bieten, die komplexe Prozesse der Gebäudeautomation visualisieren wird. Dadurch wird eine intuitive Überwachung und Steuerung der Systeme ermöglicht werden. Die standardisierte Software wird die Erstellung maßgeschneiderter Steuerungslogiken und Automatisierungsabläufe erlauben, die individuell angepasst werden können. Zusätzlich werden die Controller die Integration von Alarmsystemen und die Aufzeichnung von Trends unterstützen, was eine proaktive Wartung und eine langfristige Optimierung der Gebäudeeffizienz fördern wird. Die Benutzeroberflächen werden flexibel gestaltbar sein – von einfachen Bedienermenüs bis hin zu detaillierten Einstellungsmöglichkeiten für Experten.

Die gesamte technische Infrastruktur wird durch die ELPLAN Ingenieure geplant und von unseren Fachbauleitern umgesetzt. Der Baubeginn ist für das Frühjahr 2027 vorgesehen.

© Visualisierung | habermann.decker.architekten PartGmbB

Neubau Analytikgebäude Mülheim